
Die Süddeutsche schoss in ihrer Onlineausgabe den Vogel ab (grins, gefällt uns): „Mit Helm aber ohne Gurt“ titelten die Schwaben ihren Bericht und um dann nachzulegen: „... schneller als die Polizei erlaubt.“
Auch die Vorarlberger Nachrichten haben sich mit unseren Helmen beschäftigt und da war auf einmal das Wasser hart wie Beton. Na endlich: Segeln sorgt wieder für Schlagzeilen!
Ich kann mich erinnern, zu meiner Jugendzeit kamen die ersten Motorradfahrer mit Helm auch vom Mars.
So, nun die wahre Geschichte, warum wir Wassersport-Helme tragen:
Die großen Katamarane können bei hoher Geschwindigkeit (speziell auf dem Raumschotkurs), mit dem Leerumpf unterschneiden. Dabei werden sie abrupt gestoppt, stellen sich dann auf (Hintern in die Höhe, wie ein Schwan beim Grundeln) und legen sich in der Folge zur Seite. Unter Umständen fällt die Crew dann von 6 Metern Höhe (ja, so hoch sind die Segelgeräte dann) ins Wasser. Was nicht unbedingt ein Problem darstellt, dies machen die Turmspringer ja sogar noch mit einem dreifachen Salto. Aber man stelle sich vor, nach Beendigung der letzten Saltodrehung liegt da noch so ein Carbonteil auf dem Wasser ... ups.
Als sich unser Tornado-Doppel-Olympiasieger Roman Hagara in Oman bei einem Abflug von seinem X40-Katamaran verletzt hatte, da hatten wir unsere Helme schon.
Da der Wind manchmal, auch am Bodensee, schnell zulegen kann, tragen wir die Wassersporthelme auch bei wenig Wind. Übrigens: sie sind sehr angenehm zu tragen, schützen vor der Sonne und werden einem auch nicht immer vom Kopf geweht. Kopfsache eben!
Robert Hämmerle