
Die Mittwochsregatten, ausgerichtet von den Anrainerclubs in der Bregenzer Bucht, sind eine feine Sache.
Wir sind Anfang Mai mit unserer Ventilo M2 schon gut im Training, bis anhin aber immer nur allein auf dem Wasser unterwegs. Gute Gelegenheit also, das Training im Regattaumfeld zu erweitern.
Uns interessierte vor allem, wie wir mit einer kurzen Startlinie und mit einem dichten Starterfeld von 30 Yachten und Jollen klar kommen. Wie das Timing anzulegen ist und wie die Manöver auf engsten Raum funktionieren. Der Wind war mit 8 Knoten für alle ideal.
Die Manöver im Startvorfeld waren problemlos und der Start, noch auf der sicheren Seite angelegt, klappte gut. Auf der, bei Nordwind, kurzen Bahn (zumindest für eine Ventilo M2) testeten wir dann auch gleich die Höhe am Wind, waren doch diesbezüglich sehr aussagekräftige Schiffe mit am Start. Das Speedometer pendelte zwischen 8 und 12 Konten hoch am Wind – da wäre noch mehr möglich gewesen.
Auch auf das Bojenmanöver waren wir sehr gespannt, auf einem Katamaran kommt die Boje doch sehr schnell auf einen zu, da heißt es flink sein. Der Gennaker war zügig gesetzt und ausgerollt und mit bis zu 17 Knoten sind wir dann auf dem Down-Wind-Kurs übers Wasser geflogen. Den richtigen Zeitpunkt für die Halse zu finden, war dann die nächste Herausforderung für uns.
Die schnellen Katamarane sind auch eine Herausforderung für die Wettfahrtleitung. Als wir bei der letzten Bahnmarke ins Ziel abbogen, wurde uns die Bahnabkürzung signalisiert, zwei Schenkel zu spät (!!). Als einziges Schiff fuhren wir den ganzen Kurs ab und überrundeten bis auf ein Schiff alle Yachten. Unsere Zeit wurde dann vom Wettfahrtleiter geschätzt, was nicht weiter tragisch war. Über die berechnete Zeit können sich so unterschiedliche Schiffe sowieso schlecht messen.
Wir waren mit der Generalprobe sehr zufrieden, wissen aber auch, dass wir noch Potenzial haben.
Robert Hämmerle