Sonntagsausfahrt
14.05.2011

Dreiländer Cup mit flauen Winden

 

Frei nach dem Sprichwort „Morgenstund hat Gold im Mund“ belohnt früh aufstehende Segler die Bregenzer Bucht mit tollem Südwind. Am 14. Mai 2011 sogar mit viel Südwind.

 

Bei der Anreise zum Dreiländer Cup nach Langenargen hätte uns nur ein schnelles Motorboot folgen können. Knapp 20 Koten zeigte das Logg. Wir waren so nicht nur schnell in Langenargen, sonder auch sicher zum Start – dank Adrenalinausschüttung – putzmunter.

 

Stinkender Käse

Na klar, es war Regatta mit 80 Booten und daher verabschiedete sich der gute Wind pünktlich zum Start. Mit einem lauen Lüftchen segelten wir die Runde Langenargen – Romanshorn – Langenargen in immerhin 2 Stunden ab, bis uns auch der letzte Hauch verlassen hatte. Wir nützten die Flaute und holten das Frühstück nach. Fritz hatte jede Menge guter Sachen eingepackt: Topfentascherl, Fladenbrot, Schinken, Salami, Landjäger und einen unglaublich stinkenden Käse. Ich wollte zuerst meinen neuen Leatherman gar nicht zum schneiden des Käses hergeben, nach gutem Zureden und Tausch mit einem Topfentascherl willigte ich aber dann doch ein.

 

Vom Wind eingekesselt

Gestärkt warteten wir auf Wind oder auf so was ähnliches – wir mussten ja noch zur Boje nach Hard und dann wieder nach Langenargen zurück. Das Feld, allen voran die schnellen Einrümpfer waren uns schon sehr nahe auf den Pelz gerückt, denn hinter uns und südlich von uns war immer noch ein leichter Wind. Aber wir hatten Hoffnung, denn von Osten kam Südwind, von Norden Nordwind und von Westen Südwestwind auf uns zu (Bodensee!!). Welcher wird es wohl schaffen und unsere schlaffen Segel wieder aufblähen?

 

Erstes Schiff im Ziel

Der leichte Südwind machte das Rennen und wir segelten dann noch sauber und konzentriert nach Hard und zurück ins Ziel. Mangel weiterer Mehrrumpfboote waren wir erstes Schiff im Ziel. Der halbe Heimweg nach Bregenz war dann wieder mit aufkommenden Westwind eine berauschende Fahr auf einem Rumpf.

 

Robert Hämmerle

 

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