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Wegen persönlichem Zeitmangel und Ferien (zum Glück) ist auf dieser Seite schon einige Wochen kein Update erfolgt. Hier nun eine ereignisreiche Zusammenfassung in Wort und Bild.
Goldmedaille für unseren Skipper
Vom 24.6. bis 4.7. fanden die Special Olympics Summer Games in Athen statt. Fritz Trippolt (Unified- Partner) war mit Hermann Marte mit dabei und gewannen im 420-er souverän für Österreich die Goldmedaille. Wir sind stolz auf unseren Skipper
Kenterung am 10. Juli
Nach der Rundum stand die Clubregatta auf unserem Programm. Bei tollem Wetter und schönem Wind segelten wir die erste Wettfahrt ab. Nach dem Zieldurchgang wollten wir bis zum Start zur zweiten Wettfahrt ein paar Trimmeinstellungen ausprobieren. Wir segelten auf einem Rumpf und die Crew brachte das ganze Gewicht auf den Ausleger. Alles war perfekt, als plötzlich und ohne Vorankündigung der vordere Teil des Backbordauslegers brach. Dabei wurde die Crew ins Wasser abgeworfen. Nur Fritz konnte sich auf dem hinteren Teil des Auslegers halten. Durch das plötzlich fehlende Gewicht war aber die Kenterung nicht mehr vermeiden. Wir beobachteten im Wasser schwimmend das Spektakel. Fritz schaffte es während der Kenterung ohne nass zu werden auf den nun durchgekenterten Katamaran zu klettern – eine reife Leistung und typisch Fritz: immer muss nur die restliche Mannschaft nass werden. Schnell waren wir von vielen Schaulustigen auf ihren Booten umringt. Das Aufstellen war Dank einer deutschen Motorbootcrew schnell erledigt – vielen Dank hierfür.
Schlamm von oben bis unten: Leider steckten der Mast ca. 1 Meter im Schlamm und bei der Herstellung der normalen Schwimmlage stürzten jede Menge ekligen Masse auf die Mannschaft und die „Skinfit“. Im Hafen folgte eine stundenlange Generalreinigung von Mensch und Material. Zum Glück standen keine Regatten an und Fritz hatte Ferien und konnte die Reparatur vom Ausleger durchführen.
West-Ost-Regatta (30. Juli) total missglückt – Seuchenjahr?
Natürlich wollten wir den Sieg vom letzten Jahr wiederholen. Nach wieder bestem Start folgte ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Katamarane – nur der „Sonnenkönig“ (später zweiter im Ziel) hielt sich noch vornehm zurück. Als der Wind Schwäche zeigte, parkte die „Skinfit“ auf der linken Seite (deutsches Ufer) total ein. Das am weitesten seewärts platzierte Boot machte dann das Rennen über die Schweizer Seite. Herzliche Gratulation an die sympathische Crew der „Holy Smoke“ – die haben dieses Jahr einen grandiosen Lauf. Die „Skinfit“ kam erst als 10. Schiff in Ziel. Einige sprachen schon von einem Seuchenjahr für die „Skinfit“.
Sieg bei der Einhand-Rudum
Außer Fritz wollte es keiner so richtig glauben, dass man mit der „Skinfit“ Einhandsegeln kann. Noch am Donnerstag haben Fritz und ich die „Skinfit“ für den mutigen Einsatz vorbereitet und einige Modifikationen vorgenommen. Perfekter Start bei optimalen Bedingungen. Fritz segelte eine souveräne Regatta und war 3 Stunden und 10 Minuten vor dem zweiten Boot, immerhin vor dem schnellsten Einrumpfboot vom Bodensee (Wilke 49), im Ziel – chapeau.
Es folgte ein Zittersieg bei der Zweihand-Rundum
Traditionell einen Tag später startete die Zweihand-Rundum. Bereits 2010 haben Fritz und Robert einen überlegenen Sieg eingefahren. Zur Erinnerung: Der Katamaran „Sonnenkönig“ kenterte dabei kurz nach dem Start. Zu unserer Überraschung hatte „Holy Smoke“ nachgemeldet und daher war zum Start unser Adrenalinspiegel kräftiger als erwartet. Wieder gelang uns ein perfekter Start. Bis zur Rheinmündung hatten wir schon einen Kilometer Vorsprung herausgesegelt. Bei Langenargen war dann kein Wind mehr und wir mussten nicht lange auf die „Holy Smoke“ warten. Diese platzierte sich dann in der Flaute neben uns, etwas zu weit unter dem Ufer und daher konnten wir mit dem neuen Wind wieder schnell einen großen Vorsprung heraussegeln. Mit einer konsequenten Ferndeckung machten wir jedes Manöver mit (meine Muskeln schmerzen jetzt noch) und blieben immer zwischen der „Holy Smoke“ und der Boje bei Immenstaad.
Immenstaad – schon wieder stoppte uns eine Flaute und schon wieder war „Holy Smoke“ auf Tuchfühlung herangesegelt. Wir rundeten als erste die Boje und segelten den Kurs Richtung Ziel (Bahnabkürzung wegen Windmangel). Nach kurzer Rauschefahrt parkten wir dann wieder ein und unser direkter Verfolger konnte sich beim einsetzenden Westwind den Kurs aussuchen und entschied sich für die Seeseite. Ab jetzt war es ein schnelles Rennen Richtung Ziel und wir konnten den Vorsprung zu „Holy Smoke“ halten. Ab Wasserburg nahm der Wind erwartungsgemäß ab und „Holy Smoke“ rückte uns auf die Pelle. Wir rechneten mit einem engen Halseduell vor dem Ziel – und so war es dann auch. Mit einem taktisch cleveren Schlag näherten wir uns auf Backbordbug der Ziellinie und „Holy Smoke“ musste uns ausweichen. 18 Sekunden entschieden über den Sieg – spannender und enger kann es im Segelsport fast nicht mehr sein. Den zahlreichen Zuschauern hat es jedenfalls gefallen.
Weitere Bilder von der Einhand-Rundum
Robert Hämmele